Klassenlager in Estavayer-le-Lac 2009

„Schoggi“ essen soviel wie wir wollen

Wir hatten unser Gepäck zusammengepackt, die Zimmer aufgeräumt und das Lagerhaus verlassen. Auf dem Weg vom Lagerhaus zum Bahnhof konnte ich nochmals vieles in Erinnerung rufen, was in dieser Woche geschehen und passiert ist. Schon beim Ping- Pong-Tisch in der Gartenecke, kam mir in den Sinn, wie viele Stunden und Minuten ich daran verbracht hatte. Ein paar verrückte Kerle hatten sich sogar in den Neuenburgersee gewagt. Beim Aufstieg zur Altstadt auf der langen Treppe dachte ich gerade an den „Stutz“ bei der Velotour. Wenn man sie genügend schnell hinauflief, dann kam man leicht ins Schwitzen. Oben angekommen, kam das Restaurant, in welchem wir am Dienstagabend das Nachtessen serviert bekamen ins Blickfeld. „Willst du ein Stück Schokolade?“, fragte mich ein Kollege, der eine Cailler- Milchschokolade in die Luft schwang. Natürlich bejahte ich und naschte das Stück genussvoll hinunter. Dabei setzte sich mir wieder blitzartig der Gedanke an die Cailler- Schokoladenfabrik in den Kopf; Wie wir das Museum besichtigten, staunten, hörten und rochen, wie die Schokolade entsteht. Und wie wir danach so viel „Schoggi“ essen konnten wie wir wollten.

Beim Durchlaufen der Stadt Estavayer sah ich die vielen Plastikfrösche, die an Seilen befestigt über den Strassen hingen. Sie mussten das Sinnbild der Stadt sein, denn man fand sie überall. Beim Bahnhof angekommen, schauten Markus und ich nochmals die Fotos der ganzen Woche an. Broc, Gruyères, Gletterens, Avenches. Avenches? Ach ja, da waren wir ja auch noch. In Avenches wurden wir 2000 Jahre in die Römerzeit zurück versetzt. Auf einem Foto war die Maske von Marc Aurel zu sehen. Auf einem anderen das imposante Amphitheater, das mitten in der Stadt ausgegraben wurde. An diesem Tag im Zug kam mir noch viel, viel mehr in den Sinn. Zum Teil so detailliert, als wenn es gerade vor zwei Minuten passiert sein könnte.

Andrin 

 Vita da scoula >  Advent 2020